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Gibt es Hindernisse? Können alle dabei sein?


Im Ratssaal der Gemeinde Ofterdingen haben sich am vorletzten Mittwoch einige Menschen getroffen, um sich auszutauschen. Mit dabei waren: Interessierte Bürgerinnen und Bürger, 2 Gemeinderäte und 1 Gemeinderätin, Vertreterinnen der Gemeindeverwaltung, die Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung des Landkreises: Frau Pflumm, Vertreter der Presse, Bürgermeister Wagner und der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung in der Gemeinde Ofterdingen: Herr Schüler.

Der nachfolgende Text ist in einfacher Sprache geschrieben. So kann ihn jeder gut verstehen.

Bürgermeister Wagner begrüßte die Gäste. Danach leitete Herr Schüler den Nachmittag. Er sagte, dass man Menschen mit Behinderung dabei helfen muss, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. 12 % der Einwohner von Ofterdingen haben einen Schwerbehindertenausweis.

Außerdem gibt es nicht nur körperlich-motorische Beeinträchtigungen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die das Teilnehmen am Leben erschweren. Zum Beispiel: Lange Sätze oder schwierige Worte. Manche Geräusche oder wenn Licht blendet. Hören und sehen können schwierig sein. Oder die Bewegung – daran denken viele zuerst.

Frau Ohler stellte die barriere-arme Homepage der Gemeinde Ofterdingen vor. Jeder sollte sich das anschauen. Frau Metzger erklärte die Situation in den Kindergärten der Gemeinde: Das Kinderhaus Weiherrain wird barrierefrei. In den anderen Einrichtungen gibt teilweise Barrieren. Es wird aber viel getan, um den Kindern zu helfen. Unsere Inklusions-Assistenzen werden vorbildlich beschäftigt. Sie bekommen lange Arbeitsverträge. Damit können sie Teil des Teams in den Einrichtungen werden.
Herr Schüler erklärte die Situation in der Schule: Im Schulhaus gibt es gewisse Barrieren. Die Beschäftigten des Landes und der Gemeinde arbeiten gut zusammen.

Beim Rundgang durch das neue Rathaus wurde klar, dass es viele barrierefreie Stellen gibt. Der Aufzug ist sehr gut.

Danach ging es in den Ort:

Direkt vor dem neuen Rathaus gibt es keinen behinderten-gerechten Parkplatz. Das geht hier auch gar nicht. Er wird vor dem alten Rathaus gebaut.

Die Türe an der Apotheke öffnet sich von selbst. Außerdem gibt es eine Rampe. Beides ist super!

Fast überall im Ort gibt es hohe Randsteine. Sie sind ein Problem für Menschen im Rollstuhl. Wenn an der Straße gebaut wird, werden sie niedriger gemacht.

Eine barrierefreie Bushaltestelle haben wir uns angeschaut. Der Bürgermeister hat nachgeschaut: 9 sind barrierefrei. 10 sind nicht barrierefrei – teilweise aber barrierearm.

Danach waren wir vor dem Seniorenhaus Mauritiusblick. Vor der Kreissparkasse ist das Kopfstein-Pflaster ein Problem. Wir waren bei der Arztpraxis. Die Ampel an der Insel hat kein akustisches Signal. Das ist für blinde Menschen schwierig. Die Bücherei hat innen eine Treppe. Aber die netten Mitarbeiterinnen helfen und bedienen. Man kann Bücher auch über das Internet ausleihen. Lesen kann man sie auch am Tablet. Dann muss man nur einmal im Jahr in die Bücherei. („e-Ausleihe Neckar-Alb“)

Herr Müller ist Gemeinderat. Er sagte am Ende der Veranstaltung, dass es in einer Gemeinde verschiedene Barrieren geben kann. Das hat man bei der Teilnahme gesehen.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Herr Schüler nochmals bei der Gemeindeverwaltung und Bürgermeister Wagner. Herr Schüler erklärte, dass er die Dinge während des Rundgangs aufgeschrieben hat. So können sie bei weiteren Planungen berücksichtigt und angesprochen werden.

Martin Schüler

Barriere- und Teilhabe-Check Bericht Ofterdingen