Wasserschaden in der Kindertagesstätte Banweg
Der Montagmorgen am 26. Mai hielt leider eine unschöne Überraschung bereit, denn die Kindertagesstätte Banweg sah sich mit einem großen Wasserschaden konfrontiert.
Die Ursache konnte schnell identifiziert werden: am Wochenende zuvor war im Nebenraum des roten Gruppenraums ein Wasserboiler aufgrund Überdrucks geplatzt. Hierdurch traten rund 3.000 Liter Wasser aus, welche sich ihren Weg insbesondere in den genannten Gruppenraum und dem im darunterliegenden Geschoss liegenden Raum der orangenen Gruppe bahnte. Seither sind diese Räumlichkeiten nicht mehr nutzbar.
Umzug in neue Räumlichkeiten
Bis zu den Pfingstferien wurden die Kinder aus den beiden betroffenen Gruppen übergangsweise in anderen Räumlichkeiten der Kindertagesstätte Banweg betreut. Da dies jedoch keine praktikable Lösung für einen längeren Zeitraum darstellte, wurden passende Ausweichmöglichkeiten besprochen und überprüft, um eine unter den gegebenen Umständen optimale Betreuung gewährleisten zu können.
Als Ergebnis dieser Überlegungen werden nun seit Montag, 23.06.2025 etwa 30 Kinder im Festsaal der Zehntscheune betreut. Vor dem Hintergrund der durch den Wasserschaden bedingten Situation bietet die Örtlichkeit aufgrund deren Größe und Lage den bestmöglichen Betreuungsrahmen.
Die baulichen Auswirkungen
Der Bauhof und die Gemeindeverwaltung reagierten unverzüglich auf den Umstand und beauftragten für die erforderlichen Arbeiten am Gebäude eine Fachfirma. Diese analysierte zunächst den Schaden und begann mit diversen ersten Schritten, unter anderem mit Rückbauarbeiten und der aktuell noch anhaltenden Trocknung.
Es ist ein langer Weg bis die Räumlichkeiten wieder in Betrieb genommen werden können:
Nach Abschluss der Trocknung und dem Rückbau der Trocknungsanlagen werden die zurückgebauten Wände wiederaufgebaut und die Wiederherstellung der Wände (in Form von Gipser- und Malerarbeiten) vorgenommen.
Da zudem punktuelle Bohrungen an den Böden vorgenommen werden mussten, bedarf es vor dem Wiedereinzug dem Wiedereinsetzen entnommener Fliesen und Parkettstücke inklusive abschließender Schleif- und Lackierarbeiten am Parkettboden.
Begleitet werden die erforderlichen Maßnahmen durch den Bauhof. Dieser setzte neben Teilen der Rückbaumaßnahmen auch das Ausräumen der Möbel aus den gefluteten Räumlichkeiten und den Umzug von Möbelstücken und weiteren Gegenständen in die Zehntscheune um.
Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist bis zu den Sommerferien geplant. Nach Abschluss der dargestellten Arbeiten wird der Bauhof während der Sommerferien den erneuten Umzug in die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte Banweg vornehmen.
Ziel ist die Gewährleistung eines möglichst reibungslosen Wiedereinstiegs in das neue Kindergartenjahr.
Die weiteren Auswirkungen…
Neben den oben genannten Tätigkeiten brachte der Wasserschaden mit dessen Auswirkungen eine breite Palette an Herausforderungen mit sich. Im Hintergrund ergaben sich daher noch vielerlei Maßnahmen, von welchen einige die weitreichenden Auswirkungen eines solchen Vorfalls gut veranschaulichen:
- Einholung der erforderlichen Genehmigungen beim zuständigen Baurechtsamt und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS)
- Umorganisieren der Belegungen der Zehntscheune und Information der Nutzenden.
Es wurden Lösungen erarbeitet, um die verschiedenen Angebote in anderen Räumlichkeiten stattfinden lassen zu können (im Ergebnis finden nun viele Aktivitäten im ev. Gemeindehaus statt) - Verlegung von Trauungen in andere Räumlichkeiten der Gemeinde
- Koordinierung mit Beteiligten der Schule und Vorbereitung des Festsaals, um die Räumlichkeiten an die Betreuungssituation anzupassen (insbesondere Umzug und Ausstattung mit Möbeln)
- Organisation der Mittagsverpflegung für die Ganztagesbetreuung. Das Mittagessen wird für den Zeitraum durch das Mensa-Team der Burghof-Schule zubereitet und bereitgestellt.
- Einstellung einer Aushilfskraft für die Unterstützung unserer Erzieherinnen, insbesondere im hauswirtschaftlichen Bereich
Großer Dank an alle Beteiligten
All dies wäre nicht ohne die Unterstützung vieler Personen möglich.
Besonderer Dank gilt daher den betroffenen Familien, dem Elternbeirat, den Erzieherinnen, der Schule (insbesondere auch den Haustechnikern und dem Mensa-Team), dem Bauhof, allen von den Belegungsänderungen betroffenen Personen/Vereinen/Institutionen und nicht zuletzt der evangelischen Kirchengemeinde für die unkomplizierte Bereitstellung der Räumlichkeiten und die Gartennutzung.
Durch das Engagement und die gegenseitige Unterstützung vieler Beteiligter in unserer Gemeinde können große Herausforderungen geschafft werden, was sich an diesem Beispiel wieder einmal großartig beweisen lässt.
Vielen Dank!
Die Gemeindeverwaltung