Von Eis und Schnee
Die hierzulande berühmte Geschichten- und Märchenerzählerin Ida Ott konnten wir am Sonntag in der Zehntscheune begrüßen. Einst Mitglied der „Drei vom Dohlengässle“ erfreute sie die knapp 70 Kinder und Erwachsenen als Henriette Wanderschuh mit einer „Zipfelmützengeschichte aus dem Winterwunderwald“: Der Dezember war da, aber es war fast so warm wie im Sommer. Die kleine Isolde war sehr traurig, denn sie hatte schon ihren Schlitten gerichtet, aber der Schnee wollte und wollte nicht kommen, auch nicht, als alle zusammen das Lied „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ sangen. An ihrem Lieblingsplatz unter einem Holderbusch hörte Isolde, wie die beiden Spatzen Piep und Mats sich erzählten, dass der Schneewinter in der Bärenhöhle schlafen würde und man ihn unbedingt aufwecken müsse, denn sonst würden die Igel nicht schlafen und die Zugvögel nicht Richtung Süden fliegen können. Da marschierte Isolde in Begleitung der Spatzen zur Bärenhöhle. Diese konnten durch ein Loch der Fledermäuse in die Höhle eindringen und den Schneewinter wecken und es begann endlich kälter zu werden und zu schneien.
Herzlichen Dank Ida Ott für diese schöne und spannende Geschichte.