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Nachricht

Eröffnung des Kinderhauses Weiherrain


„Gut Ding will Weile haben“

Seit 2018 reift die Idee des Kinderhauses. Von der Platzsuche, über den Baubeschluss (2021), die Vorarbeiten inkl. Zauneidechsen-Suche und Römer-Grabungen (bis 2023), den Spatenstich Ende 2023 hat es bis zum Bezug im Dezember 2025 dann doch „eine Weile“ gedauert.

Aber viel wichtiger: Es ist ein „gut[es] Ding“ geworden, wie es das einführende Sprichwort voraussetzt.

Neben dem zeitlichen Aspekt war auch das Finanzielle ein Wechselbad der Gefühle: Durch die zahlreichen Verzögerungen vor Baubeginn (Eidechsen, Römer) haben während der Hauptbauphase die durch den Ukrainekrieg stark erhöhten Energie- und Materialkosten voll zu Buche geschlagen. Am Ende werden Baukosten von rund 7,5 Mio. Euro stehen. Förderungen in Höhe von voraussichtlich 1,8 Mio. Euro konnten aus drei verschiedenen Töpfen beantragt und genehmigt werden. Beinahe hätte es in ein viertes Förderprogramm gereicht, der Antrag war bereits auf dem Postweg nach Berlin, als das Programm buchstäblich über Nacht eingestampft wurde.

Das Regenüberlaufbecken neben dem Kinderhaus hat samt seiner Zuläufe etwa genau so viel gekostet, ist vorgeschrieben und unsichtbar – sehr nützliches, aber unterirdisch vergrabenes Geld. Beim Kinderhaus ist dies anders: Hier wurde ein gut sichtbarer, sehr ansehnlicher und funktionaler Gegenwert geschaffen, der von Dauer sein soll – und mit Leben gefüllt ist.

„Kinderhaus macht Kinder froh und Erwachsene ebenso!“ – so ähnlich klingt es in einem Werbeslogan.

Das Kindeshaus ist eine Kindertagesstätte für zwei U3-Gruppen (1-3 Jahre) und zwei Ü3 Gruppen (3-6 Jahre). 60 Kinder sind hier im Ganztagesbetrieb, samt Gruppenräumen, Schlafräumen, Themenräumen, Turnraum, Personal- und Besprechungsräumen – und natürlich der Mensa (Küche samt Speiseraum) ganztägig betreut. Hinzu kommt die große Außenanlage für verschiedene Altersgruppen. Die Bäume wurden beispielsweise speziell mit dem Blick aufs Klima, häufige Allergien und die Nutzbarkeit mit Kindern ausgesucht, Stichworte backen und basteln.

Damit es entstehen konnte:

Herzlichen Dank den Architekten, Fachplanern und Handwerkern für die Planung und den Bau!
Ein besonderer Dank gilt Herrn Architekt Möck für das symbolische Überreichen des Hefezopf-Schlüssels und der Architektengemeinschaft Grauer/Möck sowie der Schreinerei Schmid für die gespendete Murmelbahn im Treppenhaus.

Damit es bespielt werden kann:

Herzlichen Dank an die Einrichtungsleitung Frau Frey für die Konzeption, das Schutzkonzept, die Spielzeug- & Einrichtungsauswahl, die sukzessiven Einbindung der Mitarbeiterinnen in das Team etc. und natürlich an das gesamte Team!

In Erinnerung und als Fortsetzung an den Fachtag im Februar wurde an jede Erzieherin eine Rose übergeben: „Jede einzelne Fachkraft und Person ist wunderbar, einzigartig. Als Strauß zusammen im Team ergänzen sich die Fähigkeiten und führen zu einem beeindruckenden Ganzen“

Stellvertretend für die Gemeindeverwaltung, den Gemeinderat und alle Ofterdingerinnen und Ofterdinger wünsche ich dem Team und besonders den Kindern ganz viel Spaß beim Erkunden, Entdecken und Bespielen!

Simon Wagner, Bürgermeister

Kinder singen am Terrasseneingang. Drei Personen halten einen Hefezopf-Schlüssel.