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Starkregenrisikomanagement & Hochwasser

Starkregenrisikomanagement

Von Starkregen spricht man, wenn es in kurzer Zeit und lokal begrenzt intensiv regnet.

Der Deutsche Wetterdienst spricht von Starkregen oder Starkniederschlag, wenn in einer Stunde mehr als 10 mm beziehungsweise in 6 Stunden mehr als 20 mm Regen fallen.

Diese Niederschläge haben eine sehr geringe räumliche Ausdehnung. Starkregenereignisse stellen ein schwer zu kalkulierendes Überschwemmungsrisiko dar.
Gerade in den Sommermonaten verursacht Starkregen in Verbindung mit heftigen Gewittern oft große Schäden.
Im Gegensatz zu Hochwasser an großen Flüssen ist der genaue Ort und Zeitpunkt eines Regenereignisses kaum vorherzusagen. Daher kann Starkregen für die Betroffenen sehr überraschend auftreten.

In hügeligem oder bergigem Gelände fließt das Wasser zum großen Teil außerhalb von Gewässern auf der Geländeoberfläche als Sturzflut ab. Solche Sturzfluten verfügen über hohe Strömungskräfte und können große Mengen an Treibgut wie Holz, Heu- und Silageballen und erodierte Materialien wie Boden oder Geröll mit sich reißen. Dieses Material sammelt sich an Verdolungseinläufen, Verrohrungen, Brücken, Stegen, Zäunen oder Rechen. Durch den Rückstau wird das umliegende Gelände überflutet. Es kann zu weiteren schweren Schäden an Gebäuden und Infrastruktur kommen.

Auch in der Ebene können Starkniederschläge Überflutungen verursachen. Da die großen Wassermengen meistens über den Bemessungsgrenzen der Kanalnetze liegen, können sie weite Flächen schnell unter Wasser setzen. Vor allem die Bebauung und Infrastruktur in den Senken können dabei erheblich geschädigt werden.

Die Gemeinde Ofterdingen hat im Jahr 2020 vom Ingenieurbüro Heberle ein Starkregenrisikomanagement durchführen lassen. Nachdem diese Ergebnisse nun vorliegen, werden diese unten stehend veröffentlicht.

Diese Pläne beinhalten:

In den Starkregengefahrenkarten werden Überflutungen in Folge von Starkregenereignissen im Gelände dargestellt, die unabhängig von Gewässern überall auftreten können.

Die Definiton der drei unterschiedlichen Niederschlagsereignisse (Quelle: Leitfaden Kommunales Starkregenrisikomanagement)

  • ein seltenes Ereignis, welches durch ein statistisches Niederschlagsereignis (Dauer 1 h) mit einer Jährlichkeit von 30 Jahren generiert und anhand definierter Bodenverhältnisse modifiziert wird und zu einem seltenen Oberflächenabflussereignis führt. Bei diesem Abflussszenario sind Anlagen der Stadtentwässerung i.d.R. überlastet und Überflutungen in der Fläche treten auf.
  • ein außergewöhnliches Ereignis, welches durch ein statistisches Niederschlagsereignis (Dauer 1 h) mit einer Jährlichkeit von 100 Jahren generiert und anhand definierter Bodenverhältnisse modifiziert wird und zu einem außergewöhnlichen Oberflächenabflussereignis führt. Bei diesem Szenario können weite Bereiche überflutet werden.
  • ein extremes Ereignis, welches durch ein extremes Niederschlagsereignis (128 mm in 1 Stunde) generiert und anhand definierter Bodenverhältnisse modifiziert wird und zu einem extremen Oberflächenabflussereignis führt. Bei diesem Szenario treten großflächige Überflutungen auf.

Ein Niederschlagsereignis ist ein dynamisches Geschehen. Die Kartendarstellung dagegen ist statisch und zeigt das Maximum der gesamten Berechnung zu einem Zeitpunkt und damit Gefahren, die bei einem Starkregen auftreten können.
Die Karten spiegeln kein reales Ereignis, sondern Überlagerungen vieler einzelner Möglichkeiten. Da Gewitterzellen einen Durchmesser von 2 bis 5 Kilometern haben, ist häufig nur ein Ausschnitt betroffen.
Dunkles Blau steht für besonders tief überschwemmte Bereiche, helle Färbungen für geringe Tiefen. Starkregenabfluss wird ab 5 cm dargestellt, sehr dünner Flächenabfluss (auf Hängen) wird demnach nicht dargestellt.

Am 18.05.2022 fand dazu eine Informationsveranstaltung für die Einwohnerschaft statt. Dort stellte Herr Heberle vom Ingenieurbüro Heberle die Ergebnisse der Analyse erneut vor. Im Anschluss wurden von dem THW (Technisches Hilfswerk) und der Freiwilligen Feuerwehr Ofteringen verschiedene praktische Stationen zum Thema privater Hochwasserschutz vorgestellt.

Hier finden Sie die Präsentation.

Weitere Informationen finden Sie hier: